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Swiss Public Health Conference 2026
Public Health und die Schönheit der Komplexität
Ein Dialog zwischen Forschung und Praxis in Wissenschaft und Gesellschaft
Gesundheit ist komplex – und genau in der Komplexität liegt die Schönheit. Sie entsteht im Zusammenspiel biologischer Prozesse, kultureller Bedeutungen, sozialer Dynamiken und politischer Entscheidungen. Diese Komplexität ist kein Hindernis, sondern ein Erkenntnispotenzial: Wer sie ernst nimmt, kann Public Health neu denken: tiefer, gerechter, menschlicher.
Die Konferenz „Public Health und die Schönheit der Komplexität“ lädt dazu ein, diese Vielschichtigkeit nicht zu reduzieren, sondern als Ressource für Innovation zu begreifen. Denn echte Fortschritte in der öffentlichen Gesundheit entstehen dort, wo Gesundheits-, Sozial- und Geisteswissenschaften in einen transformativen Dialog treten: Wo epidemiologische Daten durch ethische Reflexionen vertieft, politische Strukturen durch historische Kontexte erhellt und Gesundheitsvorstellungen durch philosophische, anthropologische, religiöse und kulturelle Perspektiven erweitert werden.
Im Zentrum der Konferenz stehen Beiträge, die den Einfluss gesellschaftlicher Werte, kultureller Narrative und struktureller Bedingungen auf Gesundheit sichtbar machen – und neue Wege zu Gerechtigkeit, Prävention und Teilhabe eröffnen. Präsentiert werden integrative Forschungsansätze, die quantitative Analysen mit qualitativen Methoden und theoretischer Tiefenschärfe verbinden.
Auch methodisch beschreitet die Konferenz neue Wege: Statt rein frontaler Formate setzen wir auf dialogische Panels, kontroverse Debatten, kommentierte Gespräche und partizipative Workshops. Ziel ist nicht nur der interdisziplinäre Austausch, sondern die gemeinsame Entwicklung von Konzepten, die der Komplexität und Würde menschlicher Erfahrung gerecht werden. Die Universität Luzern, mit ihrem klaren Profil in den Humanwissenschaften, bietet ideale Voraussetzungen, um diese Reflexionen zu fördern und ihnen Raum zu geben.
Willkommen im Herzen der Schweiz; willkommen in Luzern! Diese Konferenz ist mehr als ein Treffen: Sie ist eine Einladung, die Vielfalt und Tiefe von Public Health in all ihrer Komplexität zu erfahren. Lassen Sie uns gemeinsam neue Perspektiven entdecken, mutige Ideen entwickeln und kraftvolle Impulse setzen – für eine gesunde, gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft.
Application for Call for Abstracts
Wir laden zu Beiträgen ein, die dem Anspruch der Konferenz nach Komplexität, Interdisziplinarität und einer menschenzentrierten Vision der öffentlichen Gesundheit entsprechen. Besonders willkommen sind Beiträge, die sich damit befassen, wie gelebte Erfahrungen, ethische Reflexion und Narrative die Gesundheit prägen und wie wissenschaftliche Erkenntnisse in sinnvolle, umsetzbare politische Maßnahmen umgesetzt werden.
Wir begrüßen auch Beiträge von Doktoranden, einschließlich noch nicht abgeschlossener Studien, sofern sie ihre Forschungsfragen, ihren Ansatz und ihren erwarteten Beitrag klar darlegen.
Datum: 2. - 3. September 2026
Ort: Universität Luzern
Smarter Health Care Dialog: "Smart, vernetzt und integriert"
Vorläufiges Programm
11.30-12.30 Joint Session SSPH+ & Smarter Health Care
Hospital at Home Roll-out in Basel-Landschaft – Milo Puhan und Severin Pöchtrager, Leitender Arzt Kantonsspital BL im Dialog mit:
- Thomi Jourdan (Regierungsrat Kanton BL)
- Jina Hochrein (Pflegefachfrau Hospital at Home Klinik Arlesheim)
- Elisa Heising (Ärztin Hospital at Home Zollikerberg)
12.30-13.15 Stehlunch
13.15-16.00 Smarter Health Care im Dialog
Präsentation und Gruppendiskussion von smarten Modellen integrierter Versorgung in der Schweiz:
- Développement d’un projet de soins intégrés à un niveau cantonal (Vincent Huguenin Dumittan, chef du service de la santé publique du canton de NE et Isabelle Peytremann-Bridevaux, médecin-cheffe, responsable du secteur Systèmes et services de santé, Unisanté Lausanne)
- Hospital at Home Roll-out in Basel-Landschaft (Severin Pöchtrager, Leitender Arzt Kantonsspital BL, Anja Frei und Ann-Kathrin Schwientek, EBPI Universität Zürich)
- Gesund im Alter: Ein Netzwerk für Sarnen und Umgebung (Dominik Imfeld, Kantonsrat OW und Präsident Verein Generationentreff Sarnen, Ueli Haefeli, Interface Politikstudien Forschung Beratung Luzern/Lausanne)
- Gesundheitsnetzwerk Oberaargau SOMEKO REAS (Peter Bodziak, Geschäftsführung)
- Maisons de Santé (Christine Cohidon, Médecin adjointe et responsable de secteur recherche sur l'organisation des services de santé en médecine de famille Unisanté, Luc Mussard, Médecin généraliste Unisanté)
- Integriertes Versorgungsmodell der Spitalgruppe Moncucco und der CSS (Christian Camponovo, Direttore Clinica Luganese Moncucco, Andreas Zatta, Key Account Manager CSS)
Datum: 24. Juni 2026, anschliessend an das SSPH+ Annual Meeting
Ort: Universität Fribourg
Sprache: Deutsch/ Französisch/ Englisch
SSPH+ Emerging Health Leaders (EHL): Kompetenztrainings & Leadership-Kurse
Wir freuen uns, Sie zum ersten Emerging Health Leaders (EHL)-Kurs im Jahr 2026 einzuladen – „Führen, Kommunizieren und sich selbst nachhaltig stärken in komplexen Arbeitsumfeldern“.
Sie sind herzlich eingeladen, an einem transformativen Tag mit dem Leadership-Experten Carl Emerson (InsideOut Solutions) teilzunehmen und zu lernen, wie Sie Führungs-, Kommunikations- und Selbstmanagementkompetenzen aufbauen, die Ihnen helfen, in komplexen, anspruchsvollen und von hohem Druck geprägten beruflichen Umgebungen erfolgreich zu sein.
Weitere Informationen & Anmeldung: Emerging Health Leaders: Skills Training & Leadership Courses | SSPH+.
SSPH+ IGC-Studierende, Postdocs sowie NRP 74 EHCL-Alumni können zu einer reduzierten Gebühr von CHF 30 teilnehmen (reguläre Gebühr: CHF 300). Bitte kontaktieren Sie mdavidovic@ssphplus.ch, um den entsprechenden Code zu erhalten.
Datum: 16. April 2026
Ort: OfficeWerft, Luzern
Leiter: Carl Emerson
Virtual Conference: Working Conditions of Nurses in Switzerland
This conference will offer key insights into the current situation of nurses’ working conditions in Switzerland, drawing on findings from SCOHPICA and the National Monitoring of Nursing Professions.
As part of the SCOHPICA (Swiss Cohort of Health Professionals and Informal Caregivers) cohort symposium series, a virtual conference on the working conditions of nurses in Switzerland will take place on 15 January 2026.
The conference will be presented by
- Dr Ingrid Gilles (CHUV)
- Dr Clémence Merçay (Swiss Health Observatory).
Since 2022, SCOHPICA has been collecting data on the career paths, retention intentions, and working conditions of healthcare professionals in Switzerland. At a time when nurses’ working conditions are in the spotlight due to discussions surrounding the new Federal Act on Working Conditions in Nursing, we will present specific results from nearly 3,000 nurses across Switzerland. These findings highlight key aspects of the current public debate on working conditions within the healthcare sector.
The National Monitoring of Nursing Professions—published in July 2024—combines several data sources, including five indicators derived from the SCOHPICA cohort, to provide regular updates on the state of nursing staff in Switzerland. This monitoring tool is an important instrument for evaluating measures taken to implement the nursing initiative and offers valuable insights into the perspectives and experiences of nursing staff.
If you have any questions, do not hesitate to send an email to the following address scohpica@unisante.ch
Date: 15 January 2026, 12.30 - 13.30
Language: English
Link for the conference
Smarter Health Care-Webinar zum nationalen Gesundheitsgesetz
Kann ein Bundesgesetz heilen, was unser Versorgungssystem seit Jahren plagt?
Luca Crivelli moderierte und diskutierte am 25. Juni 2025 mit:
- Stéfanie Monod (Unisanté: Co-Leiterin der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitssysteme, Autorin der Studie zur Relevanz eines nationalen Gesundheitsgesetzes)
- Laurent Kurth (Kanton Neuenburg: ehemaliger Regierungsrat)
- Henri Bounameaux (Vizepräsident SAMW)
Im Webinar wurden zentrale Herausforderungen im heutigen gesetzlichen Rahmen der Gesundheitsversorgung diskutiert, insbesondere konkrete Versorgungssituationen, in denen dieser an seine Grenzen stösst. Dabei stand im Fokus, welchen Beitrag ein nationales Gesundheitsgesetz leisten könnte, um bestehende Mängel zu beheben. Zudem wurden Chancen und Risiken eines solchen Gesetzes aus Sicht verschiedener Stakeholder beleuchtet. Abschliessend wurde erörtert, wie realistisch eine Umsetzung ist und welche möglichen Alternativen in Betracht gezogen werden könnten.
Schauen Sie sich die Aufnahme des Webinars jetzt auf YouTube an!
Diskussionsteilnehmende: Luca Crivelli (SUPSI: Direktor der Abteilung für Betriebswirtschaft, Gesundheit und Soziales); Stéfanie Monod (Unisanté: Co-Leiterin der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitssysteme, Autorin der Studie zur Relevanz eines nationalen Gesundheitsgesetzes); Laurent Kurth (Kanton Neuenburg: ehemaliger Regierungsrat); Henri Bounameaux (Vizepräsident SAMW)
Health2040 - Aktionsplan für eine zukunftsfähige ambulante Grundversorgung veröffentlicht
Mehr als 50 Stakeholdern des Gesundheits- und Sozialbereichs sowie der Zivilgesellschaft kreierten gemeinsam einen Aktionsplan für eine zukunftsfähige ambulante Grundversorgung in der Schweiz. Im Zentrum steht ein umfassendes, patientenorientiertes Versorgungsmodell mit dem Namen «Gesundheitsnetz für alle – pour tous – per tutti». Für dessen Realisierung wurden drei Handlungsfelder definiert:
Netzversorgung mit einer engen Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Sozialwesen und der Zivilgesellschaft. Koordination und Navigation: Eine effektive Koordination stellt sicher, dass alle Angebote im Gesundheitsnetz aufeinander abgestimmt sind und Patientinnen und Patienten auf Ihrem Weg begleitet werden. Eine gemeinsame Datenplattform unterstützt die effiziente Gesundheitsförderung, Prävention und Versorgung. Zugang: Ein niederschwelliges und flexibles Zugangssystem gewährleistet, dass das Gesundheitsnetz für alle zugänglich ist. Eine mehrsprachige App und lokal verankerte Begegnungsorte bieten den Menschen direkte Unterstützung in ihrem Lebensumfeld.
Für eine detaillierte Beschreibung des Aktionsplans und des Modells siehe health2040.ch.